Beschreibung
Künstliche Beleuchtung in der Nacht ermöglicht es uns Menschen, auch nachts aktiv zu sein. Sie führt aber auch zu einer Aufhellung des Nachthimmels mit weitreichenden Folgen für Lebewesen und Ökosysteme.
Natur und Biodiversität sind auf den rhythmischen Wechsel von hell und dunkel angewiesen. Doch in besiedelten Gebieten wird es schon längst nicht mehr richtig Nacht. Seit Jahren nimmt die nächtliche künstliche Beleuchtung zu, und damit auch die Himmelshelligkeit. Das zeigen nächtliche Satellitenaufnahmen. Die Aufhellung des Nachthimmels, auch als Lichtverschmutzung bekannt, stört dabei nicht nur die Astronomie bei der Beobachtung des Sternenhimmels.
Die Verbreitung von Licht in der Nacht auf der Erde wird bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Satelliten erfasst. Mit dem Exponat kannst du dir die Daten eines solchen Satelliten für verschiedene Jahre ansehen, und selbst die örtlichen und zeitlichen Veränderungen der künstlichen Beleuchtung untersuchen. Dabei wirst du Lichtquellen auch an Orten finden, wo man das gar nicht vermutet. Oder du suchst den nächstgelegenen Ort, an dem sich am besten die Milchstraße beobachten lässt weil es dort besonders dunkel ist.
Insbesondere in der Nähe von Städten wird es immer schwerer, sich am Nachthimmel zu orientieren. Sehr häufig sind die bekannten Sternbilder nicht mehr zu erkennen. Du kannst auch selbst mitforschen: Mit der App GlobeAtNight (siehe QR-Code) kannst du durch die Beobachtung der Sterne selbst die Himmelshelligkeit an deinem Wohn- oder Ferienort bestimmen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Forschung leisten.