Ingenieurpsychologie: Chancen und Risiken der Mensch-Technik-Interaktion
Informatik / Digitales

Ingenieurpsychologie: Chancen und Risiken der Mensch-Technik-Interaktion

Welche Chancen bieten sich durch virtuelle Realität, künstliche Intelligenz und moderne Internet-Technologien? Und gleichzeitig: welche Risiken entstehen, wenn Menschen mit diesen neuen Technologien umgehen? Unter welchen Bedingungen kann es zum Beispiel passieren, dass sich Personen beim Surfen im Internet zu Dingen verleiten lassen, die sie eigentlich nicht wollen? Mit verschiedenen Ständen und Demos zeigen wir, was Ingenieurpsychologen tun, um diese Fragen zu beantworten.
Beginn 18:00 Uhr
Ende 00:00 Uhr

Auf einen Blick

Technische Universität Dresden (TUD)
Ingenieurpsychologie und angewandte Kognitionsforschung
Gerhart-Potthoff-Bau
POT/13/U
Hettnerstraße 1
01069 Dresden (Dresdner Süden)
Professur Ingenieurpsychologie und angewandte Kognitionsforschung,
Webseite

Beschreibung

Virtuelle Realität
Virtuelle Realitäten lassen den Menschen wiederholbar, sicher und anschaulich unterschiedlichste Szenarien erleben. Zum Beispiel lassen sich riskante Situationen, wie das Balancieren auf einem Drahtseil in schwindelerregender Höhe, testen oder komplexe Sachverhalte etwa Prozesse, die in unserem Körper ablaufen, eindrücklich darstellen. An einigen Stellen kommt eine solche Simulation jedoch an ihre Grenzen. Ob und inwiefern die Vorteile von virtueller Realität die Nachteile übertreffen, hängt von vielen Faktoren hab. Ein paar davon können Sie beim Eintauchen in eine virtuelle Umgebung mit einer VR-Brille selbst kennenlernen. Zum besseren Vergleich mit 2D-Simulationen können Sie auf einem klassischen Bildschirm die Stimulation ausprobieren.

Dark Patterns im Internet
Reisen buchen, lustige Videos auf YouTube schauen, durch Instagram scrollen - ständig nutzen wir das Internet. Vieles, was früher noch Geld kostete - beispielsweise Informationen in Zeitschriften oder der Briefverkehr mit Freundinnen - scheint jetzt schnell verfügbar und kostenfrei. Doch eben nur scheinbar - wenn wir nicht mit Geld bezahlen, dann mit unseren persönlichen Daten, unserer Zeit oder unserer Aufmerksamkeit. Diese Art der "Bezahlung" bekommen wir häufig gar nicht mit - auch dafür nutzen Websites häufig "Dark Patterns". Das sind Gestaltungsmuster, die Informationen verschleiern, unsere Aufmerksamkeit binden oder zum Kauf eines Produktes drängen sollen.
In unserem Projekt untersuchen wir zum Beispiel die Wirkung einzelner Dark Patterns auf die emotionale Wahrnehmung oder das Entscheidungsverhalten. Außerdem interessiert uns die Frage, welche Strategien Menschen im Umgang mit Dark Patterns entwickeln.
An unserem Stand kannst du dich über Dark Patterns informieren: Welche gibt es, wo treten Sie auf, wie werden wir dadurch beeinflusst und was können wir dagegen tun? Dabei interessieren uns auch deine Erfahrungen: Wo fühlst du dich im Internet "beeinflusst"?
Außerdem hast du die Möglichkeit, deinen Umgang mit manipulativen Strukturen im Internet zu testen - kannst und willst du der Beeinflussung durch Dark Patterns widerstehen?

Erklärbare künstliche Intelligenz
Wenn eine KI Entscheidungen trifft, nutzt sie dazu die gleiche Information wie ein Mensch? Wo liegen die Unterschiede? Mit erklärbarer künstlicher Intelligenz kann man die Entscheidungen künstlicher Neuronaler Netze für Menschen nachvollziehbarer machen. Wir zeigen, wie sowas funktioniert, wie sich Mensch und KI beim Erkennen von Bildern unterscheiden und wie man das untersuchen kann. Dabei können Besucher gern selbst ausprobieren, wie ähnlich sie einem Algorithmus sind.
Außerdem zeigen wir Ergebnisse aus verschiedenen Experimenten, die auf die Chancen und Risiken von erklärbarer künstlicher Intelligenz hinweisen. Unter welchen Bedingungen vertrauen Menschen auf falsche Erklärungen? Wie kritisch prüfen sie, ob die KI korrekt gearbeitet hat? Und sind dabei alle Menschen gleich oder wie unterscheiden sie sich?

Blickbewegungsmessung
Worauf achten wir, wenn wir Bilder und Filme ansehen? Wohin schauen wir, wenn wir uns frei in der Welt bewegen und aktiv sind? Und stimmt das immer mit dem überein, von dem wir denken, dass wir es sehen? Diese Fragen können mittels Eyetracking beantwortet werden. Besucher können unsere festen und mobilen Eyetracker selbst ausprobieren und sich danach ihre eigenen Blickpfade anzeigen lassen. Dabei wird erklärt, was man anhand dieses Blickverhaltens herausfinden kann.

Information zum Veranstaltungsformat

Experiment Präsentation Mitmachen und Selbermachen

Stationen

Nürnberger Platz

  • 61 (bus)
  • 3 (tram)
  • 8 (tram)
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