NS-Verbrechen im Visier: Frühe sowjetische Todesurteile gegen Deutsche
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

NS-Verbrechen im Visier: Frühe sowjetische Todesurteile gegen Deutsche

Im Vortrag stehen die von 1944 bis 1947 ergangenen Todesurteile von Sowjetischen Militärtribunalen gegen Deutsche im Fokus. Anders als in den Jahren 1950 bis 1953 dominierten in diesem Zeitraum mehrheitlich nicht Verurteilungen wegen Widerstand und Spionage im Fokus, sondern schwerpunktmäßig deutsche Kriegsverbrechen. Hierbei werden sowohl der Umfang als auch die konkrete Verfolgungspraxis beleuchtet und prominente Beispiele wie der sächsische Gauleiter Martin Mutschmann behandelt.
Beginn 19:00 Uhr
Ende 19:45 Uhr

Auf einen Blick

Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V.
Prof. Dr. Mike Schmeitzner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
45 Min
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Beschreibung

Im Vortrag werden wesentliche Ergebnisse eines Buchprojektes vorgestellt, das sich mit den 1944 bis 1947 ergangenen Todesurteilen von Sowjetischen Militärtribunalen gegen Deutsche beschäftigt. Anders als in den Jahren 1950 bis 1953 standen in diesem Zeitraum mehrheitlich nicht Verurteilungen wegen Widerstand und Spionage im Fokus, sondern schwerpunktmäßig deutsche Kriegsverbrechen. Bereits in der Erstauflage des Bandes 2015 kam diese Tendenz zum Tragen, mit der aktualisierten und erweiterten Neuauflage des Bandes konnte dies erhärtet werden: Mit den 124 neu erhobenen Todesurteilen wurden für den Zeitraum 1944 bis 1947 nunmehr 3407 Todesurteile nachgewiesen. Im Vortrag werden aber nicht nur quantitative Fragen eine Rolle spielen, sondern auch die konkrete Verfolgungspraxis einschließlich der juristischen Grundlagen und der verurteilten Personen wie der besonders prominente sächsische Gauleiter Martin Mutschmann.

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